Zur Beantwortung dieser Frage muss einmal geklärt werden, was ein Dogtrekking-Team überhaupt ausmacht. Ist ein Mensch, der mit seinem Hund wandert, automatisch ein Dogtrekker? Wie schon eingangs erwähnt: Ich glaube nicht.

 

Beim Unterwegssein in der Natur verbinden sich Mensch und Hund im Idealfall zu einem Team. Sie laufen, erleben, atmen, hören, riechen und staunen vielleicht sogar gemeinsam, wenn auch wohl selten über die gleichen Dinge – ein Umstand, den jeder kennt, der mit seinem Hund schon in unbekanntem Terrain unterwegs war. Zu verschieden sind die Wahrnehmungsmuster von Mensch und Hund, eben von Augen- bzw. von Nasentier.

Dogtrekking bedingt – wie auch bereits weiter oben angesprochen – die Zusammenarbeit zwischen Zwei- und Vierbeiner. Dazu sind gemeinsam verbrachte Zeit, planvolles Training, Gespür für die Bedürfnisse des Teampartners und die Bereitschaft, gemeinsam auch eventuell an (psychische und physische) Grenzen zu gehen, unabdingbar.

 

Wenn man auf einer Dogtrekking-Tour viele Stunden, vielleicht sogar Tage miteinander verbringt, lernt man seinen Hund – wenn man dazu bereit ist - bei weitem intensiver kennen und deutlich besser verstehen als im (vielleicht sogar städtischen) Alltag. Man muss sich aufeinander verlassen können, meistert manche Schwierigkeit, Herausforderung oder Entbehrung miteinander – und kaum etwas schweißt Zwei- und Vierbeiner besser zusammen. Oftmals noch intensiver erlebt man diese Erfahrung auf Dogtrekking-Rennen, bei denen auch der Zeitfaktor für mehr oder weniger gemeinsam zu meisternden Stress sorgen kann.

 

 Wie bei jeder Sportart ist es einerseits natürlich schwierig, Dogtrekking über das geschriebene Wort zu vermitteln, andererseits hat gerade dieser Sport den Vorteil, dass er keine verpflichtende Technik oder vorgegebene Bewegungsabläufe kennt. Jeder Sportler kann und soll in Zusammenarbeit mit seinem vierbeinigen Partner seinen eigenen Stil finden.

So gesehen ist Dogtrekking doch etwas für alle Individualisten unter den Lesern dieses Buches.

Einige Tricks aus der Praxis können aber natürlich helfen, Fehler und Trainingssackgassen zu vermeiden – es muss ja schließlich nicht jeder das Rad täglich neu erfinden. Doch Achtung: Die folgenden Tipps basieren aber auf meinen persönlichen Erfahrungen mit meinen Hunden. Jeder Leser ist hierbei ganz ausdrücklich aufgefordert, diese Hinweise auf die Gültigkeit seiner eigenen Situation und auf das Verhältnis, das zwischen ihm und seinem Tier bzw. seinen Tieren herrscht, zu übertragen und gegebenenfalls zu modifizieren.