In erster Linie ist hier die Kleidung zu nennen:

 

Dogtrekking ist das Zurücklegen durchaus respektabler Distanzen zu Fuß - deshalb soll auch dem Schutz der Füße gleich zu Beginn Aufmerksamkeit gewidmet sein.

 

Welche Schuhe sind beim Dogtrekking ideal? Dies ist eine Frage, auf die es letztendlich keine gültige Antwort geben kann, zu verschieden sind die Trails, zu verschieden sind die Personen, aber auch die Geschwindigkeiten, mit denen die einzelnen Sportler unterwegs sind.

 

  • Läufer brauchen unbedingt qualitativ hochwertige, eingelaufene Trailrunning-Schuhe. Diese haben ein deutlich gröberes Profil als herkömmliche Laufschuhe und damit bessere Haftungseigenschaften auf Waldboden oder Feldwegen. Zusätzlich sind die Zehen und Fußränder oft durch einen verstärkten Rand geschützt. Um die Füße trocken und warm zu halten (vor allem Trockenheit ist als Blasenvorbeugung ganz wichtig), sind gute Trailrunning-Schuhe auch mit einem atmungsaktiven und trotzdem wasserabweisenden Material wie etwa Gore-Tex versehen. Auf keinen Fall sollten bei dogtrekkingüblichen Distanzen  (wir sprechen hier von 40 Kilometern aufwärts) Experimente mit neuen Schuhen gewagt werden. Als Organisator habe ich aus diesem Grund schon Teams aufgeben sehen müssen! Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass die Schuhe eher etwas größer als kleiner sind, denn Füße schwellen unter langer Belastung an und es gibt kaum etwas Unangenehmeres als dauerndes Anstoßen der Zehen an der Vorderwand des Schuhs. Erfahrungsgemäß resultiert das gar nicht selten in schmerzenden und in weiterer Folge verletzten und abfallenden Zehennägeln, ein Effekt, auf den man - so denke ich - gerne verzichten kann.

 

  • Alle dieser Überlegungen gelten so ähnlich für die Schuhe der reinen Trekker. Auch hier ist primär auf Qualität und Passform zu achten. Ob man eher zu einem leichteren Trekkingschuh oder zu einem echten, harten Bergschuh greift, hängt von zwei Faktoren ab: erstens der Stützbedürftigkeit der Füße und zweitens den geplanten Touren. Tendiert man - vor allem auf Geröll oder anderen schwierig zu begehenden Untergründen - zum Verknöcheln, dann ist ein steiferer Schuh zweifellos die bessere Wahl, da die Fußgelenke bei korrekter Schnürung gestützt werden. Auch bei Touren, die durch alpines Gelände führen, sind Bergschuhe zu empfehlen, denn schließlich ist das genau der Einsatzbereich, für den sie geschaffen wurden. Ebenso sind sie beim Einsatz von Steigeisen (was allerdings beim Dogtrekking eher selten notwendig sein wird) oder Schneeschuhen unabdingbar.

 

Möchte man allerdings Gewicht sparen und beweglicher bleiben, sind Trekkingschuhe zu empfehlen. Sie sind meist weicher und leichter, es gibt sie in halbhoher und niedriger Ausführung und sie sind meist auch preisgünstiger. Ihre Grenzen sind allerdings im Gebirge und bei extremen Wetterbedingungen schnell erreicht. Auch bei ihnen ist aber unbedingt Wert auf einen hochwertigen Nässeschutz (z.B. Gore-Tex-Membran) zu achten. Die Hauptursache für Blasen und wunde Stellen an den Füßen ist nun einmal Nässe in Verbindung mit nicht optimal gebundenen Schuhen. Beiden Faktoren kann großteils vorgebeugt werden, indem man beim Schuhkauf nicht spart und sich vor dem Aufbruch Zeit zur sorgfältigen Adjustierung nimmt – man holt sie durch nicht notwendig werdende Zwangspausen dann ohnehin garantiert wieder ein.

Auch den Socken sollte beim Dogtrekking genaue Beachtung geschenkt werden:

Ideal sind Produkte, die einen guten Feuchtigkeitstransport gewährleisten und dadurch den Fuß nicht nur trocken und warm halten, sondern auch (siehe oben) der Blasenbildung vorbeugen. Sie sollten faltenfrei sitzen und gut passen, im Zweifelsfall kauft man sie eher kleiner als größer. Weiters ist darauf zu achten, dass die Socken möglichst nahtfrei sind, was Reibestellen im Schuh zu verhindern hilft. Aus diesen Gründen rate ich sowohl von Baumwoll- als auch von Wollsocken ab (auch wenn sie von Oma gestrickt worden sind), im direkten Vergleich merkt man meist schon nach wenigen Kilometern, dass moderne Funktionssportsocken - in denen sogar Materialien wie Silber und Teflon zum Einsatz kommen können - hier doch große Vorteile bieten.

 

Je nach Witterung und Geländebeschaffenheit haben sich auch Gamaschen immer wieder auf Dogtrekkings bewährt. Sie bieten den Vorteil, einerseits bei Regen keine Nässe von oben in die Schuhe gelangen zu lassen, andererseits ist es auch günstig, in hohem, tau- oder regennassen Gras gegen feuchte Hosen und Socken und damit besser gegen Blasen geschützt zu sein. Mit guten Schuhen und ebensolchen Gamaschen ist es auch ohne weiteres möglich, trockenen Fußes durch flachere Bachbetten zu waten – was einerseits Zeit spart und andererseits das umständliche Suchen nach geeigneten Stellen für eine Überquerung überflüssig macht.

 

Bei den Hosen gehen die Geschmäcker natürlich auch ein wenig auseinander, aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass man auf einige essentielle Dinge achten sollte:

Ich selbst trage nur lange Hosen, die man bei großer Hitze zwar hochkrempeln kann (das Abzippen empfinde ich selbst als zu umständlich und zeitraubend), die aber ebenso schnell wieder lang gemacht werden können, wenn man durch dornige Wegabschnitte oder Brennnesselfelder muss.

Ebenso wichtig ist es mir, dass die Hose nicht zu dick ist (das verursacht mitunter Reibestellen zwischen den Beinen) und schnell trocknet – Baumwolle fällt hierbei (wie bei den Socken) automatisch aus der engeren Wahl. Deshalb bitte auch niemals Jeans zum Wandern tragen!

Trekkinghosen haben den Vorteil, viele Taschen für Karte, Handy etc. zu besitzen, was einerseits unbestreitbar praktisch erscheint, allerdings ist es nicht unbedingt jedermanns Sache, die Hosentaschen gut gefüllt zu haben. Ich persönlich finde dies (besonders bei Taschen an den Seiten der Oberschenkel) sehr unangenehm. Ich trage bei individuellen Wanderungen eine leichte Berghose ohne viele Taschen (da ich das meiste Kleinzeug in den Seitentaschen des Rucksacks untergebracht habe) und bei Dogtrekking-Rennen – bei denen ich den Großteil der Strecke laufend zurücklege – eine lange, hauteng anliegende und trotzdem warme Laufhose. Bei höheren Temperaturen verwende ich zwar allerdings ein dünneres, trotzdem aber langes Modell – den Grund hierfür habe ich bereits ein paar Zeilen weiter oben genannt.

 

Für wirkliches Schlechtwetter empfehle ich, auch eine Regenüberhose einzupacken: Diese wiegt wenig, nimmt kaum Platz im Rucksack weg und bringt viel – wer schon einmal mit einer wirklich nassen Trekking- oder Laufhose eine Pause machen musste, weiß, wovon ich rede.

Für den Oberkörper hat sich Bekleidung im „Zwiebelstil“ bewährt: mehrere dünne Lagen übereinander. Wer gerne schnell Trocknendes trägt, wird auch hier zu diversen Kunststoffen greifen - den Tragekomfort von Baumwolle will ich persönlich allerdings am Oberkörper nicht missen, auch wenn das bedeutet, dass zumindest ein zusätzliches Shirt zum Wechseln mit ins Gepäck muss und bei Pausen sehr darauf geachtet werden sollte, nicht mit schweißnasser Kleidung zu lange herumzustehen und auszukühlen. Ein Windbreaker (also eine dünne, windundurchlässige Jacke) sollte da stets griffbereit sein. Wer es in den Pausen lieber wärmer hat, ist auch mit einer Softshell-Jacke gut beraten. Auf keinen Fall darf man auch auf einen guten Regenschutz vergessen (der ja unter Umständen mit dem Windbreaker ident sein kann). Bewährt haben sich aber auch Regenpelerinen, die oftmals so geschnitten sind, dass sie über den Rucksack gezogen werden können und so der Feuchtigkeit kaum irgendwo einen Weg an den Körper oder ins Gepäck lassen.

 

Die Kopfbedeckung ist natürlich eine einerseits geschmacks- andererseits auch witterungsbedingte Angelegenheit. Baseballkappen sind hierbei genauso angebracht wie Pudelmützen, Kopftücher genauso zielführend wie Stirnbänder oder auch breitkrempige Hüte. Was immer den Kopf vor zu starker Sonneneinstrahlung, Kälte oder Nässe schützt, darf und soll getragen werden. Letzten Endes unterstreichen viele Dogtrekker auch gerne ihre Persönlichkeit mit originellen, aber trotzdem funktionellen Kopfbedeckungen.

 

Abgesehen von der Kleidung gibt es auch noch einiges an Equipment, das man auf mehrtägigen Touren auf alle Fälle dabei haben sollte (einiges davon ist bei Dogtrekking-Rennen bzw. offiziellen Veranstaltungen sogar Pflicht):

 

Vom Rucksack hängt oftmals der Genussfaktor einer Wanderung ab – er sollte weder über- noch unterdimensioniert sein. Lange Touren, die eine große Menge an Gepäck (von der Nahrung über größere Mengen an Kleidung, Zelt usw.) erfordern, verlangen natürlich auch dementsprechend voluminöse Rucksäcke – 70 Liter und mehr müssen da meist hineinpassen. Dass man mit solchen „Monstern“ (auch wenn man sie noch so gut packt) natürlich nicht mehr allzu agil und schnell ist, dürfte einleuchten. Zu laufen, unter umgestürzten Baumstämmen durchzukriechen, über glitschige Felsen zu klettern oder über schmale Stege zu balancieren, kann da schon zur Herausforderung werden. Andererseits nimmt man diesen Mangel an Beweglichkeit gerne in Kauf, wenn man dafür über viele Tage hinweg unberührte Natur fernab jeder Zivilisation genießen kann und trotzdem alles Wichtige griffbereit hat.

Für Dogtrekking-Rennen über ein oder zwei Tage haben sich kleinere Rucksäcke (25 bis 40 Liter Packvolumen) bewährt. Diese fassen noch immer die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, sind aber deutlich weniger klobig und machen sogar bei den wirklich schnellen Waldläufern jede Bewegung mit.

Ganz egal aber, welchen Rucksack man wählt, wichtig ist, dass dieser gut sitzt. Dazu ist zu beachten, dass das Gewicht weniger an den Schulterriemen als auf dem – gut gepolsterten - Beckengurt ruhen sollte. Um dies zu gewährleisten, ist als erstes der richtige Sitz dieses Beckengurtes wichtig, alle anderen Einstellungen (Höhe und Länge der Schultergurte etc.) richten sich danach. Um die Stabilität in diesem unteren Rucksackbereich, der die Last hauptsächlich auf den Körper überträgt, zu gewährleisten, empfehle ich, das Bodenfach prall zu füllen (z.B. mit dem Schlafsack). Weiters sollte darauf geachtet werden, die schwereren Teile des Gepäcks nahe am Rücken zu platzieren: Dadurch neigt der Rucksack nicht so zum Schaukeln und trägt sich angenehmer. Der Rest des Hauptfaches wird dann mit leichteren und weichen Gepäckstücken ausgepolstert. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass Dinge, die schnell griffbereit sein müssen (z.B. Regenschutz) obenauf liegen sollten. Gleiches gilt für das Deckelfach: Auch hierin sollten die Ausrüstungsgegenstände zu finden sein, die öfters oder im Notfall schnell benötigt werden (Erste Hilfe-Paket, Sonnencreme etc.). Idealerweise ist alles im Inneren verstaut, je weniger an der Außenseite baumelt, desto ruhiger trägt sich der Rucksack. Wenn etwas gar nicht mehr hineinpasst – beispielsweise die Schlafmatte – sollte es gut (und symmetrisch) festgeschnallt sein, um nicht hin und  her zu schwingen oder verlorenzugehen. Für gerade nicht verwendete Wanderstöcke etc. gibt es meist eigens vorgesehene Befestigungsmöglichkeiten.

 

Abschließend sollte man auch nicht vergessen, die (beim Packen selbst möglichst weit geöffneten) Kompressionsgurte des Rucksacks festzuziehen, um ihn kompakter zu machen, auch das trägt sehr zum Tragekomfort bei.

Der Schlafsack nimmt meist einen großen Teil des Rucksack-Stauraums ein und sollte demzufolge ein möglichst geringes Packmaß bei möglichst guter Wärmeleistung haben. Meist genügt ein Drei-Jahreszeiten-Schlafsack, in Kombination mit einem gut isolierenden Biwaksack oft sogar ein Sommerschlafsack (jeweils natürlich abhängig von Jahreszeit, Gelände und individueller Kälteempfindlichkeit). Der Schlafsack sollte, wenn er nicht gerade im Rucksack transportiert wird, nicht im Packsack aufbewahrt werden, sondern möglichst locker liegen, um sein Volumen (und damit seine Wärmeleistung) nicht zu verringern. Zusätzlich ist natürlich auf eine gute Lüftung und trockene Aufbewahrung zu achten – zu Hause ebenso wie unterwegs -, immerhin will man sich in seinem Outdoor-Bett ja wohlfühlen können.

 

Auch eine Unterlagsmatte ist für gewöhnlich im Pflichtgepäck bei Rennen enthalten, aber natürlich ebenso für Individualtrekker unentbehrlich.

Quasi unbrauchbar beim Dogtrekking ist die gute, alte Luftmatratze: zu schwer, zu groß, zu aufwändig im Handling (Wer pustet schon gerne eine ganze Luftmatratze auf oder führt extra eine Pumpe mit sich?).

Besser eignet sich da schon eine Schaumstoffunterlage, die sehr viel leichter ist. Allerdings muss diese meist gerollt außen auf dem Rucksack Platz finden, da sie für ein Verstauen in seinem Inneren zu voluminös ist. Sinnvollerweise muss in diesem Falle natürlich auch auf eine wasserdichte Verpackung der Matte geachtet werden.

Eine Alternative dazu sind selbstaufblasende Matten, die zwar ein wenig schwerer, aber klein zusammenlegbar sind und deshalb auch im Rucksack Platz finden.

Minimalisten und Leichtgewichtsfanatiker schwören auf dünne, winzig klein zusammenrollbare Aluminiumunterlagen. Diese bieten zwar etwas Isolation, aber wenig Komfort und sind deshalb nicht unbedingt jedermanns Sache.

Eine weitere Alternative sind Trekking-Hängematten, die zwischen Bäume gespannt werden und aufgrund ihres geringen Gewichts (das Schwerste sind meist die beigelegten Karabiner) und ihres kleinen Packmaßes durchaus empfohlen werden können. Allerdings bieten sie keine Kälteisolation, sondern lediglich Liegekomfort.

 

Einen Wetterschutz für die Übernachtungen - eine Plane, ein Biwaksack oder ein leichtes Zelt - sind bei mehrtägigen Touren (und darum geht es beim Trekking ja) auch notwendig, immerhin will man sich ja nicht dem Stress aussetzen, unter Druck nach einem trockenen Plätzchen für die Nacht suchen zu müssen – diese sind nicht immer unbedingt vorhanden. Bei Dogtrekking-Rennen beispielsweise ist der Biwakplatz häufig vorgegeben und besteht für gewöhnlich aus nicht mehr als einer Wiese oder einem Waldstück. Außerdem wird er meistens (warum immer das auch so ist, wird mir ewig ein Rätsel bleiben) im Regen erreicht.

 

  • Eine Plane (die Profiversion heißt Tarp) kann in vielen Situationen sehr nützlich sein: als Regenschutz, Sitzgelegenheit, Teil einer behelfsmäßigen Bahre und vieles mehr. Sie bietet – je nach Größe – eine hervorragende Kombination von geringem Gewicht und ausgiebigem Platzangebot (wenn man sie gut aufspannt) schützt allerdings nicht so perfekt vor wirklich schlechtem Wetter wie ein

 

  • Zelt. Die Produktionsfirmen haben in den letzten Jahren - bedingt vor allem durch die Entwicklung neuer Materialien - Trekkingzelte für ein oder zwei Personen auf den Markt gebracht, die unglaublich leicht sind (etwa ein bis zwei Kilogramm), sehr wenig Packmaß aufweisen und durchaus guten Gewissens auch bei Dogtrekking-Rennen mitgetragen werden können. Meist sind sie auch noch schnell und einfach aufzubauen und bieten genügend Platz für Gepäck und eventuell sogar den vierbeinigen Teampartner (so er das will). Ich persönlich bevorzuge für Rennen allerdings einen

 

  • Biwaksack. Dieser wiegt kaum etwas, schützt den ohnehin wasserabweisenden Schlafsack zusätzlich vor Wind und Nässe von außen und bietet noch dazu durch seine Aluminiumbeschichtung eine wirklich gute Kälteisolation. Ich führe bei Bewerben einen Zwei-Mann-Biwaksack mit, um in der Nacht auch mein Gepäck halbwegs trocken verstaut zu wissen. Der größte Nachteil dieses Ausrüstungsgegenstandes ist allerdings die deutliche Kondenswasserbildung in seinem Inneren, der man natürlich (anders als in einem Zelt, wo die Wand meist nicht direkt am Schlafsack aufliegt) unmittelbar ausgesetzt ist. Auch hier gilt aber wieder zumeist: Je hochpreisiger das Produkt, desto geringer der eben genannte Nachteil.

 

Je länger man auf Tour ist, je höher in die Berge einen ein Trekking führt oder je kälter die Jahreszeit ist, in der man wandert, desto höher sind natürlich auch die Anforderungen, die man an seine nächtliche Unterkunft stellt. Oftmals bezahlt man mit etwas mehr Gewicht für etwas mehr Komfort – ein Abwägen der Möglichkeiten ist am besten in einem guten Geschäft für Outdoor-Bedarf unter fachkundiger Beratung zu empfehlen.

 

Auch eine qualitativ hochwertige Stirnlampe ist wichtiger Bestandteil der Ausrüstung:

Einerseits kann es passieren, dass man beim Wandern in die Dämmerung oder gar in die Dunkelheit gerät, wo Kartenlesen oder das Auffinden von Wegmarkierungen schwierig werden kann, andererseits ist es auch bei Übernachtungen nicht unangenehm, auf Wunsch Licht zu haben. Auch hier gilt allerdings: Hände weg von Billigangeboten aus Super- oder Baumarkt! Diese Produkte halten meist nicht das, was sie versprechen: Entweder die Passform lässt zu wünschen übrig oder die Lichtausbeute ist zu gering (oder beides). Im Notfall tut es zwar auch eine herkömmliche Taschenlampe, erfahrene Trekker allerdings wissen die Vorzüge einer Stirnlampe eindeutig zu schätzen: Beide Hände frei und trotzdem Licht zu haben, kann oftmals – vor allem im Gelände und einem Hund am Bauchgurt – eine große Erleichterung sein. Vor allem aber fällt der Lichtkegel im Dunkeln auch immer in Blickrichtung, was für ein schnelleres und gefahrloseres Vorankommen unabdingbar ist.

Hier noch ein kleiner Tipp aus der Praxis: Bei Regen oder Schneefall ist es angenehmer, eine Schirmkappe unter der Lampe zu tragen, damit die Regentropfen oder Schneeflocken das Licht nicht direkt vor dem Auge reflektieren, was zu unangenehmer Blendung führt.

Günstig ist auch, für passende Ersatzbatterien im Gepäck zu sorgen – besonders bei Kälte findet man sich sonst unter Umständen sehr schnell im undurchdringbaren Dunkel wieder. In diesem Fall sollten Batterien ohnehin möglichst warm (also am Körper) transportiert werden.

 

Wanderstöcke sind im Gebirge oder in Schneefeldern fast unentbehrliche Begleiter. Sie stabilisieren in schwierigem Gelände den Körper und entlasten – vor allem beim Aufstieg -  Kniegelenke und Oberschenkelmuskulatur. Eindeutige Vorteile bringen sie auch beim Überqueren von kleineren Gewässern wie Bächen oder flachen Teichen: Man hat mit ihnen nicht nur die Möglichkeit, im Zweifelsfalle gefahrlos die Wassertiefe zu ermitteln, sondern auch zusätzliche Stabilität beim Durchwaten von Untiefen – immerhin kann der Untergrund hier sehr rutschig sein.  Bei einfach zu begehendem Gelände ist man allerdings besser beraten, sie am Rucksack zu lassen, damit man die Hände frei hat und den Gleichgewichtssinn nicht verkümmern lässt. Auch bei extrem steilen Passagen, die zeitweise den Einsatz der Hände beim Klettern notwendig machen, empfehle ich, die Stöcke zusammenzuschieben und am Rucksack zu befestigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie in Kombination mit einer Plane zu einem recht brauchbaren Biwak zusammenzustellen sind.

Eingestellt werden sie prinzipiell so, dass Arme bei korrekter Haltung der Stöcke einen 90-Grad-Winkel bilden. Beim Bergaufgehen werden sie je nach Gelände kürzer, beim Bergaufgehen länger gestellt.

In der Regel genügen die beim Kauf bereits montierten Standardteller, nur bei Touren mit deutlich weicherem Untergrund (Schneeschuhtouren, Durchquerung sumpfigen Geländes) sind größere Teller zu empfehlen, die nicht so tief einsinken.

 

Ein Erste-Hilfe-Päckchen ist bei Dogtrekking-Veranstaltungen auch vorgeschrieben und natürlich ebenso unentbehrlich, wenn man auf eigene Faust loszieht.

Dies sollte auf alle Fälle ausreichend normale Pflaster und Bandagen beinhalten, ebenso Desinfektionsmittel und Blasenpflaster. Auch eine Pinzette und eine kleine Schere sollten enthalten sein. Ab und zu ist auch eine dünne Alu-Decke verlangt, wie sie verwendet wird, um Verletzte vor der Bodenkälte zu schützen. Bewährt hat sich auch (besonders bei wetterfühligen Menschen, aber auch im akuten Verletzungsfall) ein leichtes Schmerz- beziehungsweise entzündungshemmendes Medikament.

Passieren kann bei einer Outdoor-Sportart wie Dogtrekking einfach sehr schnell etwas: Man stolpert, verstaucht sich den Fuß, ein unter der Sohle wegrollender Stein führt zum Sturz, man schürft sich die Handflächen auf,  verletzt sich an Dornen im Unterholz oder ein Steinschlag geht im Gebirge nieder – man könnte diese Liste noch sehr lange fortsetzen. All das kann natürlich nicht nur dem Menschen zustoßen, auch die Hunde sind nicht vor Verletzungen gefeit!

Durch einen ernsthaften Notfall (egal, ob bei Mensch oder Tier) kann überraschend und plötzlich das schönste Dogtrekking zur nervlichen Belastungsprobe werden. Selbst bei kürzeren, privaten Touren empfehle ich dringend, ein Erste-Hilfe-Set dabeizuhaben. Schürfwunden im Knöchelbereich beispielsweise oder starke Kopfschmerzen können bei einer Wanderung äußerst unangenehm sein, vor allem, wenn kein taugliches Erste-Hilfe-Päckchen vorhanden ist und die (vorerst vielleicht nur kleinen) Beschwerden unbehandelt bleiben. Je länger die Tour oder je schwieriger das Terrain desto besser ausgestattet sollte man in Bezug auf Wundversorgung etc. sein. Das Erste-Hilfe-Päckchen sollte auf alle Fälle so im oder am Rucksack verstaut werden, dass es auch unter Zeitdruck oder Schmerzen schnell und einfach erreichbar ist.

Bei wirklich längeren oder riskanteren Outdoor-Aktivitäten außerhalb von Mobilfunknetzen sollten auch Leuchtraketen, eine starke Taschenlampe oder Spiegel mitgenommen werden, um bei einem echten Notfall auf sich aufmerksam machen zu können.

(Hier noch ein kleiner Exkurs zum Thema: Das „Alpine Notsignal“ besteht aus beliebigen – akustischen oder optischen – Signalen, die innerhalb einer Minute sechsmal gegeben werden. Dann folgt eine Minute Pause, bevor die Signalgebung wieder aufgenommen wird. Als Antwort gelten drei Signale innerhalb einer Minute.)

 

Zusätzlich zu all dem bereits Erwähnten gibt es noch einige Kleinigkeiten, die sich auf Trekkings als nützlich erwiesen haben:

 

eine wasserdichte Kartenhülle (die kostengünstige Alternative sind zwei gegengleich ineinander gesteckte Klarsichtfolienhüllen), ein Trinksystem für den Rucksack (das macht unnötige Stopps und das Kramen nach Wasserflaschen im Rucksack überflüssig), ein Taschenmesser (für das es bekanntlich unzählige Verwendungsmöglichkeiten gibt), das Handy (auch in vielen recht abgelegenen Gebieten hat man mittlerweile noch durchaus brauchbaren Empfang) und ausreichend bemessene Ersatzkleidung (vor allem Socken und T-Shirt) sind empfehlenswerte Begleiter.