Im Gegensatz zu den klassischen (Schlitten-)Hundesportarten braucht man beim Dogtrekking weder mehrere Hunde (was ja doch hohe Kosten bei Futter, Pflege und tierärztlicher Versorgung verursachen kann) noch aufwändige und extrem teure Ausrüstung. Unter anderem aus diesem Grund ist es ja auch als breitensportliche Freizeitaktivität attraktiv - der finanzielle und organisatorische Aufwand ist durchaus überschaubar.

Allerdings möchte ich doch dringend vor dem Sparen am falschen Platz warnen. Dogtrekking soll (trotz aller eventuellen Strapazen) genossen werden können, gerade dieser Genuss kann aber durch minderwertige oder bereits schadhafte Ausrüstung sehr gemindert werden! Beim gesamten Equipment – sei es das des Hundes oder das des Menschen – muss unbedingt auf Qualität geachtet werden. Zwar ist natürlich nicht alles gut, was teuer ist, aber sehr billig zu kaufen, kann einem die Freude am Dogtrekking empfindlich trüben. Letzten Endes sollte man ja nicht hauptsächlich damit beschäftigt sein, kaputte oder nicht richtig passende Ausrüstung mehr oder minder verzweifelt zu optimieren, sondern es sollte der Spaß am Teamwork, der Bewegung und des Naturerlebens im Vordergrund stehen.

Ich selbst habe diesbezüglich auf meinen ersten Veranstaltungen genug Lehrgeld bezahlt, was ich dem Leser dieses Buches möglichst ersparen möchte, denn nicht jede Erfahrung muss man selbst machen.

Bei meinem ersten Dogtrekking-Rennen im Ausland beispielsweise sollte der Start ab acht Uhr erfolgen, gestartet wurde im Minutentakt. Nach unserer Berechnung anhand der Startnummern waren wir drei Österreicher (Mein Sohn Christopher, Mario Formanek und ich) kurz vor neun Uhr dran, wir frühstückten also etwas bei den Fahrzeugen, wässerten die Hunde und überprüften die Ausrüstung. Dabei musste bereits ein Riemen von Christophers Rucksack ausgebessert werden, was aber noch schnell und unkompliziert gelöst wurde. Nun stieg durch diesen (wenn auch kleinen) Zwischenfall die Nervosität noch etwas mehr, je näher der Starttermin rückte. Einige Minuten vor neun Uhr trafen wir im unmittelbaren Startbereich ein und ließen von den Organisatoren unsere Pflichtausrüstung (Startkarte, Schlafsack, Matte, Stirnlampe, Hundefutter, Hundeschüssel, Wasser, Proviant und Wanderkarte) überprüfen. Zeitlich wurde dies allerdings etwas knapp, wodurch alles beim Start nur halb so gut gepackt war wie noch einige Minuten zuvor.

Schon auf den ersten paar Metern riss dadurch dann ebenfalls ein tragender Riemen an meinem Rucksack – aber auch dieses Problem war mittels pfadfinderischer Knotenkenntnisse schnell behoben. Und doch: Es dauerte länger, bis wir unseren Gehrhythmus gefunden hatten, auch hatten wir doch ein wenig Zeit gleich am Anfang des Bewerbs verloren, was uns heute nicht weiter nervös machen würde, für uns Dogtrekking-Neulinge damals aber doch nicht unerheblich erschien und ein wenig die Freude und Zuversicht in unsere eigene Leistung trübte. Gut gewartete beziehungsweise voll funktionstüchtige Ausrüstung ist also eine wichtige Basis für den Spaß, den diese Sportart machen kann – und trägt nicht zuletzt zur Sicherheit auf der Tour bei.